

Den meisten Menschen graut es vor der Aussicht in eine Wanne gefüllt mit eiskaltem Wasser zu steigen, in Ländern nah am Polarkreis weiß man aber schon seit Jahrhunderten um die faszinierend effektive Methode Körper und Geist in Einklang zu bringen. Der Sprung ins winterliche Meer oder ein Loch in einem zugefrorenen See gehört hier zum guten Ton.
Hierzulande kommt das Thema Eisbad immer mehr auf, man könnte mittlerweile sogar von einem Trend reden körperliche Beschwerden und Alltagssorgen durch kaltes Wasser zu bekämpfen. Doch aller Anfang ist schwer, wir zeigen Ihnen, wie Sie am besten den sprichwörtlichen Sprung ins kalte Wasser wagen können.
Welche gesundheitlichen Effekte hat das Bad in eiskaltem Wasser?
Ob Eisbaden wirklich einen nachhaltigen Effekt auf die Gesundheit des Menschen hat, ist in der Wissenschaft noch umstritten. Zwar gibt es eine ganze Reihe an Studien, diese haben jedoch aufgrund von technischen Mängeln wie einer zu kleinen Zielgruppe oder einem zu kurzen Zeitraum kaum wissenschaftliche Aussagekraft.
Unbestritten ist, dass der Körper auf kalte Reize reagiert, schließlich möchte er seine Kerntemperatur von ca. 37 Grad erhalten. Dabei kurbelt er die Blutzirkulation an, verengt die Gefäße in der Haut und weitet die Bronchien beim Eintauchen. Jeder der schon einmal in einen kalten Bergsee oder das doch relativ kalte Meer an den norddeutschen Küsten gesprungen ist kennt diesen Effekt, man schnappt automatisch nach Luft.

Das Herz-Kreislaufsystem wird bei regelmäßigem Eisbadentrainiert, was immerhin der häufigsten Todesursache der Deutschen vorbeugt: Einem zu schwachen Herzen und einem kranken Herz-Kreislaufsystem.
Ebenfalls erwiesen ist, dass der Körper bei Kälte Adrenalin, Endorphine und Kortison ausschüttet. Durch das Stresshormon Adrenalin werden die Energiereserven durch Fettabbau bereitgestellt: Sogenanntes „weißes Fett“ wird angeregt sich in „braunes Fett“, also Fett, welches dem Körper kurzfristig zur Verfügung steht, umzuwandeln. Ob Eisbaden demnach auch beim Abnehmen helfen kann, ist allerdings noch nicht ausreichend belegt.
Endorphine sind körpereigene Glückshormone, gemeinsam mit dem entzündungshemmenden Kortison fördert es die Regeneration. Nicht umsonst ist Eisbaden gerade bei Leistungssportlern beliebt.
Ist Eisbaden aufgrund von Serotonin und Endorphin also auch ein Glücksgarant? Immerhin leben in Finnland, dem Mutterland des Eisbadens, die glücklichsten Menschen der Welt. Ein Zusammenhang kann man nicht ausschließen.
Einig ist sich die Wissenschaft darin, dass der Sprung in kaltes Wasser positive Effekte auf Körper und Geist hat. Wie groß diese aber tatsächlich ausfallen und wie nachhaltig sie wirken, ist allerdings noch nicht ausreichend erforscht.
Wie fange ich am besten mit dem Eisbaden an?
Aller Anfang ist schwer, immerhin gehört auch eine Menge Überwindung dazu, wenn man bei extremen Temperaturen in eisiges Wasser steigt.
Zuerst einmal ist es wichtig zu betonen, dass Eisbaden nicht für jeden Menschen ratsam ist. Haben Sie eine Kreislaufschwäche sollten Sie unbedingt darauf verzichten. Im Zweifel ist es immer besser einen Arzt für eine kardiologische Untersuchung aufzusuchen, ansonsten kann der Kälteschock zu Herzrhythmusstörungen oder gar Herzstillstand führen.

Beginnen Sie am besten mit einer kalten und warmen Wechseldusche am Morgen, der Körper wird so langsam an die kalten Reize gewöhnt. Das erste Mal in der Eiswanne wird damit weniger ungewohnt, da Sie Ihren Körper schon auf diese Reize trainiert haben.
Um Unterkühlungen zu vermeiden, ist es empfehlenswert sich vor und nach dem Bad aufzuwärmen. Machen Sie Hampelmänner, ein paar Squads oder nehmen Sie ein Springseil zur Hand. Allerdings sollten Sie als Anfänger lieber darauf verzichten sich vor dem Baden aufzuwärmen, andernfalls kann der Kontrast zu hoch sein und das Eisbad unangenehm erscheinen.
Nehmen Sie sich unbedingt eine Begleitperson mit! Eisbaden in der Natur ist sicherlich eine andere Erfahrung als in der heimischen Badewanne oder im Chill Tub, gerade in offenen Gewässern ist das Risiko eines Unfalls aber auch höher. Eine zweite Person, die im Fall der Fälle eingreifen kann, ist Pflicht.
Über den Kopf verliert der Mensch viel Wärme, eine Mütze oder einen Sauna-Hut aufzuziehen macht daher viel Sinn. Der Kälteschock wird so etwas erträglicher und weniger abrupt. Ebenso raten wir dazu, den Kopf nicht unter Wasser zu tauchen, das ist nur etwas für die ganz Harten und in einem zugefrorenen See sogar gefährlich.
Bleiben Sie nicht zu lange im kalten Wasser. Eine einfach zu merkende Faustformel ist es, die Minuten = der Temperatur des Wassers zu bemessen. Für den Anfang reichen 10 Minuten in 10 Grad kaltem Wasser aus, Sie können die Temperatur dann mit jedem Badegang senken und die Verweildauer im Wasser gleichsam verkürzen.

Die 8 besten Tipps, um mit dem Eisbaden anzufangen:
- Vor dem ersten Eisbad einen Arzt aufsuchen
- Mit kalten und warmen Wechselduschen am Morgen beginnen
- Vor und nach dem Bad aufwärmen, um Unterkühlung zu vermeiden
- Nicht allein ins kalte Nass! Gerade in Gewässern nur mit Begleitperson
- Den Kopf nicht unter Wasser tauchen
- Beim Eisbad eine Mütze tragen, um den Kälteschock abzumildern
- Begrenzen Sie Ihre Zeit im Wasser: 5 Grad = 5 Minuten, 4 Grad = 4 Minuten, usw.
- Nicht zu kalt starten: 10 Minuten bei 10 Grad reichen für den Anfang aus
Eisbaden als ideale Ergänzung zu Sport und Sauna
Die Kälte wirkt entzündungshemmend, soweit wäre das nun schon einmal geklärt. Aber wie kann man diesen Effekt noch maximieren? Anders als die Behandlung mit Kälte ist die Reaktion und die Effekte von Hitze auf den Körper bereits ausreichend erforscht. Schwitzen reinigt und entschlackt den Körper von innen, Giftstoffe werden buchstäblich „herausgeschwitzt“. Immerhin ist die Haut unser wichtigstes Entgiftungsorgan. Es macht also durchaus Sinn, die Effekte des Eisbadens mit der Wirkung einer Sauna zu verbinden, beachtet werden sollte jedoch, nicht direkt nach der Sauna ins Wasser zu gehen. Der Kälteschock kann zu extrem sein, dann wird es schnell gefährlich!
Mehr zum Thema abkühlen nach der Sauna finden Sie in diesem Blogbeitrag.
Spitzensportler schwören seit Jahren auf das Eisbad zur Regeneration. Unvergessen ist die „Eistonnen-Rede“ von Fußball-Weltmeister Per Mertesacker in Brasilien 2014. Für die Regeneration benötigt der menschliche Körper Kortison, also das Hormon, welches entzündungshemmend wirkt. Kälte ist einer der besten natürlichen Entzündungshemmer, ein paar Minuten in der Eiswanne regt daher die Regeneration deutlich an.
Kälte drosselt den Stoffwechsel und verhindert den Abbau von Gewebe, allerdings ist umstritten wie weit die Kühlung auch in tieferliegende Körperschichten reicht und ob tieferliegende Muskelverletzungen gelindert werden können.
Was jedoch erwiesen ist, ist dass Kälteanwendungen Muskelkater bekämpfen können. Der beste Zeitpunkt dafür ist ca. 48 Stunden nach der Belastung.
Für Sportler die Muskeln aufbauen wollen ist ebenso das richtige Timing entscheidend: Direkt nach dem Training sollte auf ein Eisbad verzichtet werden. Es fördert zwar die Regeneration, drosselt aber das Muskelwachstum. Kurz kalt duschen oder das Eisbad erst am nächsten Morgen in Angriff nehmen ist hier die bessere Wahl.
Generell sorgt nach dem Eisbad das Adrenalin dafür, dass wir schlechter einschlafen können. Klar, kaltes Wasser ist ein echter Wachmacher und wirkt am Morgen besser als ein Kaffee. Nach dem Aufstehen ist also der beste Zeitpunkt für eine kurze Session in der Eiswanne.

So gelingt das Eisbad auch zuhause
Klar in der freien Natur ist Eisbaden ein wunderbar faszinierendes Erlebnis, sicherer und besser mit Sauna oder Sport zu verbinden ist es aber zuhause. Sie können auch eine kalte Dusche nehmen, die Badewanne mit Eiswürfeln füllen oder in eine umgebaute Tiefkühltruhe steigen. Bereits Wechselduschen trainieren das Herz-Kreislaufsystem
Wer es aber ernst meint und langfristig Eisbaden in seine Routine einbauen möchte, für den ist der Chill Tub die beste Wahl. Dieses Gerät ist eine hochwertige Eiswanne, welche auf Wunsch die richtige Temperatur einstellt und die von Sportlern bekannte professionelle Methode des Eisbadens für Sie nach Hause holt.
Fazit
Wissenschaftlich noch umstritten, plausibel sind die positiven Effekte eines Bads in kaltem Wasser aber allemal. So wirkt Kälte entzündungshemmend, regt den Kreislauf an, schüttet Endorphine aus und fördert die Regeneration des Körpers.
Jeder der mit Eisbaden anfangen möchte, kann dies in kleinerem Umfang bereits in den eigenen vier Wänden, sofern einige Regeln beachtet werden. In jedem Fall raten wir dazu vor dem ersten Eisbad einen Arzt aufzusuchen, leiden Sie unter Kreislaufbeschwerden oder Herzschwäche, so ist das Eisbad nichts für Sie.
Wer die ganze Sache professionell angehen und das Eisbad in seine Routine einbauen möchte, dem legen wir unseren komfortablen Chill Tub ans Herz.
Die Wirkung von Kältetherapien kann man mit Sport oder durch die Kombination mit einem Saunagang maximieren. Sportler profitieren dabei von einer deutlich kürzeren Regenerationszeit. Auch Muskelkater kann mit Kälte sinnvoll bekämpft werden, Sie werden merken, ein Eisbad lässt sie schneller wieder leistungsfähig sein.
Probieren Sie es doch einfach mal aus und finden Sie selbst heraus, ob das Eisbad Sie glücklich macht.








