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Hund im Pool?

Von Antonius Schulze Kersting

Vorurteile und die immer wieder aufkommenden Fragen, was haben Hunde im Pool zu suchen, darf mein Hund in den Pool, wie sieht es mit der Hygiene aus, schadet es dem Hund oder schadet es dem Pool, haben mich veranlasst, hierauf ein paar Antworten zu geben. 

In diesem Beitrag soll der Spaß - Mensch und Hund im Pool - erläutert werden. Der Hund darf in den Pool, Mensch und Tier nehmen keinen Schaden und, wenn es sich um einen qualitativ hochwertigen Pool handelt, dieser auch nicht. 

An erster Stelle steht natürlich die Sicherheit. Ein solider Ein- und Ausstieg für Mensch und Tier muss gewährleistet sein. Es kann schon mal vorkommen, dass besonders wasserfreudige Hunde auch alleine in den Pool springen um sich Abkühlung zu verschaffen und anders als ein gesunder Mensch kommt ein Hund nicht unbedingt über eine Leiter aus dem Pool. 

Ein Beispiel aus eigener Erfahrung: 

Ein heißer Sommertag, meine Terrier-Hündin „Danny“ liegt im Garten und muss sich wohl gelangweilt haben. Ich konnte dann beobachten, wie sie ein Spielzeug nach dem anderen - Quietsche-Enten, Bälle, Spielknochen usw. - erst zusammen suchte, diese dann in den Pool warf, um dann einen Gegenstand nach dem anderen schwimmend wieder aus dem Pool heraus zu befördern. Insgesamt waren es acht Teile, die genau so sorgfältig wieder aus dem Pool geholt wurden, wie sie von ihr hineingeworfen wurden.

 Pools mit integrierter Treppe sind da natürlich von Vorteil. Bei Pools, an denen diese nicht 

vorhanden sind, bietet der Shop verschiedene Treppenmodelle in den unterschiedlichsten Preiskategorien an. Selber haben ich und mein Hund mit der Treppe Fiesta aus Kunststoff sehr gute Erfahrungen gemacht. In dem Video Poolausstieg für Hunde ist dieses sehr schön anzusehen.

Bei der Betrachtung der hygienischen Aspekte frage ich mich, wo die Bedenken bei manchen Leuten liegen? Der Mensch schwitzt, cremt sich zusätzlich mit Sonnenschutz ein. Vor dem Springen in den Pool sollte er dann zumindest duschen.

Der Hund schwitzt nicht, ihm ist zwar heiß aber er cremt sich auch nicht ein.

Ihm fehlt eine Funktion der Haut. Die Haut ist das größte aller Organe des Hundes wie beim Menschen. Menschen können über die Haut ihre Temperatur senken. Sie schwitzen und über das Schwitzen entsteht Verdunstungskälte, die das Blut kühlt. Hunde können das nicht. Daher können sie die höheren Temperaturen des Körpers, die etwa durch die sommerliche Hitze, körperliche Anstrengung oder mentale Erregung entstehen, schlechter ableiten. Lange nahm man an, dass Hunde ihre Temperatur durch Poren zwischen den Zehen und im Wesentlichen durch das Hecheln kühlen. Messungen von Wissenschaftler zeigten aber, dass Hunde immer durch die Nase ein- und dann durch den Mund ausatmen. Die Verdunstungskälte, die unmittelbar durch das Hecheln erzeugt wird, wird also lediglich beim Ausatmen auf der kleinen Fläche der Zunge wirksam. Ein kühlendes Bad im Pool muss eine Wohltat sein! 

Fazit: Mensch und Hund sollten, wenn das Temperament nicht mit ihnen durchgeht, vor dem Sprung in den Pool gemeinsam duschen. Schweiß und Sonnencreme des Menschen und ein verschmutztes und verstaubtes, sowie ungebürstetes Fell des Hundes tragen nicht zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Die Wasserqualität des Pools wird unweigerlich in Mitleidenschaft gezogen. Sehr schöne Duschen für den Außenbereich unter: Gartenduschen Poolduschen

Um das Miteinander zwischen Mensch und Hund im Pool zu einem Hochgenus gestalten zu können, gehören natürlich ein paar Maßnahmen dazu, die dem ungetrübten Planschen keinen Riegel vorschieben. 

Wie es für den normalen Poolbenutzer selbstverständlich ist, gehört eine Sandfilteranlage zu dem Pool, was sich bei der Benutzung mit einem Hund allerdings auch nicht ändert. Für die Feinhaare des Hundes, der trotz allen Ausbürstens immer noch Haare verliert, kann ein Wegwerffeinfilter zum Aufspannen auf den Skimmerkorb eine große Hilfe sein. Um ein besonderes Schwimmvergnügen genießen zu können, empfiehlt es sich, die Desinfektion des Wassers mit Aktivsauerstoffsauerstoff Duo Tabs zu betreiben - wenigstens empfinden meine Frau und ich, sowie unsere Hündin es so. Wir sind über den angenehmen Effekt, keine juckende, gereizte Haut und tränende Augen zu haben, sehr dankbar. Und wenn das Haar des Hundes anschließend noch seidig glänzend ist, freut sich der Mensch. 

Eine weitere Möglichkeit der Desinfektion besteht darin, ein UV – Desinfektionssystem zu installieren. Ich möchte aber betonen, dass bei diesem System nicht gänzlich auf Chemikalien verzichtet werden kann, reduzieren ja, ohne geht es nicht. 

Die zuvor beschriebene Desinfektion führe ich seit Jahren mit großem Erfolg durch, was mir sicher auch Forenmitglieder, die 2009 und 2011 die Gelegenheit hatten, meinen Pool zu besichtigen und zu benutzen - auch mit Hund - bestätigen können. 

Natürlich ist auch die Desinfektion mit Chlor in den Idealwerten von 0,3 – 0,6 möglich, und Hunde, die sich nicht ganz so schnell in den Pool trauen, sondern im ersten Moment erst einmal versuchen den Pool leer zu saufen, nicht sonderlich schädlich. Sollte es sich allerdings um größere Mengen handeln, kann es zu Erbrechen oder Durchfall kommen, nicht anders wie bei uns auch (Achtung: Skimmerstand beachten! Sollte dieser auf 0, 5mm absinken, hat der Hund zu viel getrunken und ein Tierarzt sollte aufgesucht werden, egal um welches Volumen des Pools es sich handeln sollte ;-)).

Eine weitere Möglichkeit der Desinfektion ist die Salzelektrolyse. Durch den Einsatz einer Salz-Elektrolyse-Anlage hat Mensch und Hund ein angenehm weiches Poolwasser. Ein weiterer Vorteil ist die sehr gute Hautverträglichkeit durch die anhaltende und gleichbleibende Wasserqualität ohne manuelles Dosieren von Chlor und Feststoffprodukten. Das Prinzip einer Salz-Elektrolyse Anlage ist sehr einfach. Durch die Zugabe von Salz (4 kg Salz pro m³ Poolwasser) hat man den größten Teil der Pflegearbeiten erledigt. Die Salz-Elektrolyse Anlage ist somit fast wartungsfrei. Zusätzlich können durch den Einsatz einer Salz-Elektrolyse Anlage auch gute Erfolge bei Mensch und Hund mit Hautproblemen erzielt werden. Die positive Wirkung von Salzwasser für Haut und Haar ist unbestritten. 

Neben dem Spaß, mit einem oder auch mehreren aktiven Hunden im Wasser herum zu tollen, kommt auch noch der gesundheitliche Aspekt. 

Zugegeben, mit zunehmendem Alter ist dieses nicht nur bei uns, sondern auch bei unserem Hund, nur noch begrenzt möglich. Genau wie wir Menschen leiden auch mittlerweile viele Hunde unter dem typischen Alltagsstress und den üblichen Zivilisationskrankheiten, die sich eingeschlichen haben. Übergewicht, Allergien, Gelenkprobleme, Rückenprobleme oder Hüftleiden können sich nicht nur negativ auf unser eigenes Wohlbefinden auswirken, sondern auch auf das unserer Hunde. 

Ideal sind für Mensch und Hund aktive Bewegungen ohne Belastung der Gelenke, da das Körpergewicht vom Wasser getragen wird. Hunde würden im Wasser ohne Bewegung versinken (spez. Gewicht), daher bewegen sie sich instinktiv, auch Gliedmaßen die bis dahin geschont wurden. Gleichzeitig haben sie gegen den Widerstand des Wassers zu kämpfen, was den Muskelaufbau zusätzlich fördert. Ebenso werden die Kondition sowie das Herz-Kreislaufsystem verbessert. Auch zur Gewichtsabnahme ist das Schwimmen hervorragend geeignet. Sind da Widersprüche zu uns Menschen oder, wenn man so will, zu mir zu erkennen? 

In den absoluten Genuss kommen ich und mein Hund natürlich nur durch angenehme Wassertemperaturen, die sich auf Grund unseres Alters im 28°C Bereich befinden müssen. Eine Solaranlage plus Wärmepumpe garantiert dieses über fast drei Monate und zum Spaßfaktor gehört auch noch eine Gegenstromanlage.

Eine nicht ganz unwesentliche Angelegenheit ist der Pool an sich. Bei den sogenannten Hundepools handelt es sich meistens um ein Stahlgestänge in welches eine Folie gehängt wird. Technische Varianten sind bei diesen Modellen so gut wie nicht möglich. Meine Empfehlung geht immer dahin, was gut für mich ist, muss auch für meinen Hund gut sein, mit anderen Worten, da wo ich hineinspringe, sollte mein Hund schon drin sein. Qualitative Pools mit einem Technikpaket und einer Folienstärke von mindestens 0,6mm sind günstiger zu erwerben als die sogenannten Hundepools. Hunde, die täglich ausreichend bewegt werden, haben auch keine Last mit langen Krallen. Diese tauchen lediglich bei Etagenhunden auf. Und auch diese können den heutigen Folien in einer Stärke von 0,6 – 0,8 mm nichts mehr anhaben, solange ein guter Ausstieg gewährleistet ist und sich kein Tier kurz vor dem Ertrinken die Beine an der Folie abstrampeln muss. 

Alle meine Freunde, Bekannten und die Familie lieben es mit den Hunden schwimmen zu gehen, am liebsten in meinem Pool. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich den einen oder anderen auch noch zu einem eigenen Pool verhelfe, so dass sie mit ihren eigenen Hunden auch im eigenen Pool baden, was nichts mit dem Hund im Pool zu tun hat, sondern nur mit dem Kauf entsprechender Grundstücke meiner 18 Nichten und Neffen.