Wie mache ich meinen Pool winterfest? 8 wichtige Tipps für Poolbesitzer

Wenn die schönste Jahreszeit - die Poolsaison - zu Ende geht, sollten Sie frühzeitig Ihren Pool winterfest machen. So schützen Sie die frostempfindlichen Poolteile und können diese im nächsten Jahr weiterhin nutzen.
Denn: Nach der Poolsaison ist vor der Poolsaison.

Der Außenpool überwintert in der Regel immer mit Wasser, um die Schwimmbad-Auskleidung vor Witterungseinflüssen und Verschmutzungen zu schützen (Ausnahme sind hier Quickup-Pool-Systeme, die komplett abgebaut werden können).

Wenn das Wasser im Pool bleibt, muss es aber natürlich auch auf die klimatischen Bedingungen vorbereitet werden. Auch die Schwimmbad-Wände müssen geschützt werden, da sie bei gefrierendem Wasser sonst beschädigt werden könnten.

Es gibt also einiges zu beachten. Wenn Sie die folgenden acht Ratschläge beherzigen, sollte Ihr Pool aber ohne Probleme den Winter überstehen. Dann haben Sie auch im kommenden Jahr zur Poolsaison ein funktionierendes System.

  1. Stellen Sie den pH-Wert des Wassers auf 7,0 - 7,2 ein.
    Der Chlorwert sollte höchstens bei 0,5 mg/l liegen.
    ACHTUNG: Führen Sie möglichst keine Stoßchlorung durch!
    Da bei einem abgedeckten Pool keine UV-Strahlung in den Pool kommt und das Wasser recht kalt ist, baut sich der Chlorwert zu langsam ab. Die Folge: Faltenbildung, Ausbleichung und Schäden an der Folie.
    Falls Sie nachchloren müssen, lassen Sie die Sandfilteranlage noch ca. 2-4 Stunden durchlaufen, damit sich das Chlor gleichmäßig im Pool verteilen kann. Während die Sandfilteranlage noch läuft, geben Sie eine für die vorhandene Wassermenge ausreichende Menge eines Wasserpflegemittels hinzu. Hier bieten sich Wintermittel wie Winterfit oder Puripool an.
    Solche Wintermittel haben das Ziel, die Algenbildung zu reduzieren sowie das hartnäckige Anhaften von Kalk und Schmutz während der Wintermonate zu verhindern. So haben Sie im Frühjahr weniger Ärger und Aufwand, wenn Sie den Pool wieder fit für die Badesaison machen wollen.
    ACHTUNG: Wintermittel sind keine Frostschutz-Mittel!
  2. Nun senken Sie den Wasserspiegel ab. Entweder senken Sie ihn bis 10 cm unterhalb des Skimmers und verschließen dann die Einlaufdüsen mit Winterstopfen; oder Sie senken den Wasserspiegel bis unterhalb der Einlaufdüse ab. Die Absenkung selbst können Sie mit einer Tauchpumpe vornehmen. Oder Sie schließen einen Bodensauger mit Saugschlauch und Telestange am Skimmer an und stellen die Sandfilteranlage auf "Rückspülen". Der Vorteil der zweiten Methode: Sie können den Swimmingpool noch säubern und das Sandbett im Filter wird zusätzlich noch gereinigt.
  3. Das Schwimmbad sollte im gereinigten Zustand überwintern. Mit einem Pool-Reinigungsschwamm und den entsprechenden Reinigungsmittelchen bewaffnet, sollten Sie Kalkrändern und Schmutzrändern zu Leibe rücken. Falls Sie einen Poolroboter besitzen, sollten Sie diesen vor seinem Winterschläfchen nochmal durch den Pool schicken.
  4. Alle Rohrleitungen müssen frei von Wasser sein und bleiben. Öffnen Sie dazu die betreffenden Verbindungen und lassen Sie das Wasser herausfließen. Falls durch Regen oder Schneeschmelze größere Mengen Wasser während des Winters in den Pool gelangen, könnten sich die Rohrleitungen doch noch mit Wasser füllen und im schlimmsten Fall zufrieren. Daher sollten in jedem Fall Winterstopfen in die Einlaufdüsen und in den Skimmer gesteckt werden.
  5. Um den Wasserdruck auf die Wände zu verringern und damit Schäden vorzubeugen, bieten sich Eisdruckpolster an. Bei zufrierendem Wasser nehmen Sie den steigenden Druck des Wassers auf.
    Die Eisdruckpolster bringen Sie entweder an den Wänden an oder legen Sie einmal mittig durch den Pool. Wie das geht, wird in den folgenden Videos erklärt:


      
  6. Auch Leitern aus Edelstahl können rosten! Nehmen Sie diese daher vorsichtshalber aus dem Schwimmbad. Lagern Sie sie geschützt und trocken, um im Frühjahr keine unangenehme Überraschung zu erleben.
  7. Den Swimmingpool decken Sie ab. Eine günstige Möglichkeit sind Poolplanen oder Poolabdeckplanen. Diese Planen sind ca. 80 cm größer als das Schwimmbadinnenmaß. Sie liegen somit auf der Wasseroberfläche auf und werden außen befestigt. Poolplanen haben den Vorteil, dass sie sehr preiswert sind. Gleichzeitig haben sie aber den Nachteil, dass sie unter Umständen (wenn nicht vernünftig befestigt) in den Pool rutschen.
    Es gibt Lösungen, die deutlich besser sind – aber auch deutlich teurer. Eine aufblasbare Poolplane, eine Schwimmbad-Schiebehalle oder der Bieri Rollschutz erfüllen aber gleichzeitig auch noch andere Funktionen (wie zum Beispiel eine Verlängerung der Bade-Saison, Kindersicherheit etc.) und sind mittelfristig bestimmt eine Überlegung wert.
    Letztendlich erfüllt aber auch eine preiswerte Poolplane meist ihren Zweck.
  8. Alles, was nicht winterfest bzw. frostsicher ist, wie etwa die Sandfilter-Anlage, nicht frostsichere Solaranlagen, Solarplanen, Gegenstrom-Anlagen (bzw. GSA-Pumpen) oder Wärmepumpen, sollten nun von der Schwimmbad-Anlage demontiert und frostsicher verstaut werden. Um über Winter den Sand trocknen zu lassen, öffnen Sie den Sandfilter. Der Sandwechsel im Frühjahr wird durch den trockenen Sand deutlich vereinfacht. Solarabsorber, die frostsicher sind, sollten Sie auf jeden Fall entleeren. Beachten Sie hier die jeweiligen Empfehlungen des Herstellers.

Der Wasserstand im Pool muss natürlich auch im Winter regelmäßig kontrolliert werden. Durch Regen, Laub oder Schnee kann beispielsweise eine preiswerte Poolabdeckplane unter Wasserniveau sinken. Durch die Verdrängung steigt der Wasserspiegel unter Umständen in Richtung Einlaufdüse und Skimmer. Um das zu verhindern, können Sie das Wasser auf der Plane mit einer Tauchpumpe absaugen.

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Ihr

 (Poolpowershop Das Magazin Zusammenfassung)

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