Warmes Poolwasser mit einer Wärmepumpe

Wärmepumpen für den Pool: Welche ist die richtige und was kosten sie?

Worauf sollten Sie beim Kauf einer Pool-Wärmepumpe achten? Welcher Standort ist geeignet? Wie teuer ist die Anschaffung und wie hoch sind die laufenden Kosten?
Viele Fragen, die nicht verwundern. Denn: Wärmepumpen sind ein recht komplexes Thema, bei dem viele Dinge beachtet werden müssen.

Wen nur einzelne Punkte interessieren, der kann sich gut anhand der Überschriften orientieren. Und wer es sich bei der Suche nach „seiner“ optimalen Wärmepumpe ganz einfach machen will, der nutzt unsere Wärmepumpen-Checkliste.
Hier können Sie ganz in Ruhe alle wichtigen Parameter einstellen, die Sie beim Kauf der richtigen Pumpe beachten sollten. Wir werten dann Ihre Angaben aus und machen Ihnen ein Angebot für eine Wärmepumpe, die perfekt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Warum eine Wärmepumpe?
Mit einer Wärmepumpe machen Sie Ihren Pool unabhängig von den alltäglichen Wetter- und Temperatur-Schwankungen. Sie sorgt für herrlich warmes Wasser – und ist dank ihrer Effizienz mittlerweile auch sehr günstig im Unterhalt.
So können Sie Ihren Pool mit wenig Aufwand mindestens ein Dreivierteljahr nutzen – mit einer passenden Pool-Überdachung bekommen Sie sogar ein echtes Ganzjahres-Schwimmbad.
Eine Pool-Wärmepumpe braucht wenig Platz und benötigt lediglich einen Strom-Anschluss.
So lässt sich nahezu jedes Becken auch nachträglich problemlos damit ausstatten.

Da hochwertige Wärmepumpen sind mit korrosionsgeschützten Wärmetauschern ausgestattet sind, können Sie unabhängig von der Desinfektions-Methode eingesetzt werden, als mit Chlor, Brom, Ozon oder chlorfreien Produkten. Auch der Einsatz in Meerwasser-Pools ist problemlos möglich.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe nutzt die Energie der Luft, um damit das Poolwasser zu erwärmen. Ein spezieller Wärmetauscher verstärkt dabei die Umwandlung, so dass die Umwandlung besonders effizient ist.
Damit eine Wärmepumpe möglichst stromsparend ist, läuft sie nicht durchgehend: Sobald die gewünschte Wassertemperatur erreicht ist, schaltet sie auf Standby und springt erst wieder an, sobald eine gewisse Temperatur unterschritten wurde.

So haben Sie eine gleichbleibende Wassertemperatur bei minimalem Strom-Verbrauch.

Was ist der COP?
COP steht für „Coefficient of Performance“, also den Leistungs-Koeffizienten. Er bezeichnet die Effizienz der Wärmepumpe. Also: Wie viel Strom wird benötigt, um wie viel Wärme zu erzeugen.

Beispiel: Wird von der Wärmepumpe im Pool 10 kW Leistung abverlangt, benötigt sie dazu 2 kW Leistung aus dem Stromnetz; die restlichen 8 kW kommen von der Außentemperatur. Je höher die Außentemperatur ist, desto effektiver arbeitet die Wärmepumpe.
In diesem Fall ist der COP 5. Dies bedeutet, dass nur 20 % des erforderlichen Heizbedarfs des Schwimmbades tatsächlich aus dem Stromnetz kommen.

Diese kostengünstige Effizienz macht die Wärmepumpe mittlerweile zur beliebtesten Heizmethode für Schwimmbäder.

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Wo sollte die Wärmepumpe stehen?
Die Wahl des Standortes ist sehr wichtig, denn die Wärmepumpe braucht zum richtigen Funktionieren sehr große Mengen Luft! Dafür muss ein geeigneter Platz an der Frischluft gefunden werden – auf keinen Fall Indoor-Betrieb!

Der Grund dafür ist einfach: Die Pool-Wärmepumpe nimmt die (idealerweise warme) Luft auf, wandelt sie in Wärme um – und gibt sie als kalte Luft wieder ab. Steht die Wärmepumpe nun aber in einem Raum, ergeben sich zwei Probleme:

  • Die Luft ist in geschlossenen Räumen meistens kühler als die Außen-Temperatur, so dass mehr Energie verbraucht wird, um das Poolwasser zu erwärmen.
  • Die abgegebene Luft ist kalt. Kann sie nicht entweichen (wie in einem geschlossenen Raum), so saugt die Wärmepumpe diese kühle Luft auch gleich wieder an – wodurch die Pumpe deutlich mehr Energie für die Erwärmung benötigt.

Auch wenn es in Werbeprospekten meistens anders dargestellt wird: Die Wärmepumpe einfach neben den Pool zu stellen, ist keine gute Idee. Sie sollte möglichst vor Wind und Wetter geschützt sein.

DSC07826Der ideale Platz ist also überdacht und trotzdem mindestens zu einer Seite hin offen. Nach hinten sollten zum Ansaugen der Luft mindestens 0,5 m und nach vorn 4-5 Meter ohne Hindernisse sein. Auch zu den Seiten sollten Sie etwas Abstand lassen, da sonst die Luft zu stark verwirbelt.

Wann sollte eine Wärmepumpe laufen?
An der Wärmepumpe können Sie die gewünschte Ziel-Temperatur für das Poolwasser einstellen. Weiterhin ermöglicht eine Zeitschaltuhr die Vorprogrammierung der Laufzeit der Wärmepumpe. Diese soll dann in der warmen Tageszeit liegen, z.B. zwischen 09.00 und 18.00 Uhr. So nutzen Sie die warme Tageszeit optimal aus und senken Ihre Betriebskosten.
Es bringt wenig, die Wärmepumpe bei kühlen Nachttemperaturen laufen zu lassen, da dann deren Wirkungsgrad nur gering ist.

Im Zusammenhang mit der Zeitsteuerung ist es notwendig, die Filterpumpe ebenfalls zu programmieren. Beginnt die Arbeitszeit der Wärmepumpe um 9 Uhr, muss die Filterpumpe dann bereits laufen.

Wie schließt man eine Pool-Wärmepumpe an?
Die Pool-Wärmepumpe wird in der Regel direkt hinter dem Wasserfilter mit einem normalen 50 mm Anschluss angeschlossen. Bei kleineren Pool-Wärmepumpen ist der Stromanschluss einphasig. Hier genügt also eine ganz normale Schuko-Steckdose. Bei größeren Varianten benötigt man hingegen einen dreiphasigen Drehstrom-Anschluss. Nach dem Anschließen kann man die Wärmepumpe ganz normal anschalten. Wird Wärme benötigt, so wird das Wasser über einen Bypass zur Einlaufdüse und zum Pool geführt.

Preise und Kosten von Pool-Wärmepumpen
Die Anschaffungskosten variieren, je nach Leistung, zwischen einigen Hundert und mehreren tausend Euro. Da viele Anbieter technisch nahezu identische Lösungen anbieten, lohnt es sich die Preise auf kW-Basis miteinander zu vergleichen. Vereinzelt sind auch Preise pro kW von unter 100 Euro zu finden, ein Preisvergleich lohnt sich also immer.

DSC07330Der schwierige Wärmepumpen-Vergleich
Viele Firmen werben gerne mit tollen Werten. Das Problem für den Kunden: Oftmals steht nicht dabei, für welche Mess-Bedingungen die Werte gelten.
Da eine Wärmepumpe natürlich deutlich weniger Strom verbraucht, wenn die Außentemperatur 40°C beträgt, ist eine Messung bei diesen Bedingungen natürlich entsprechend positiv – aber auch völlig uninteressant, da diese Bedingungen in Deutschland eher selten vorkommen.
Dementsprechend ist die Heizleistung dieser Wärmepumpen unter „normalen“ Bedingungen deutlich schlechter.

Achten Sie daher bei Vergleich von Wärmepumpen unbedingt immer auf die angegebenen Messbedingungen (Wassertemperatur, Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit).
Nur so können Sie die Qualität der Pumpe wirklich beurteilen. Und nur so finden Sie die Pumpe, die optimal zu Ihnen passt.

Zu den reinen Anschaffungskosten müssen auch noch die Installationskosten hinzugerechnet werden. Dabei ist es eher unerheblich, wie groß die jeweilige Pool-Wärmepumpe ausfällt, da das Aufstellen und Anschließen meist den gleichen Zeitaufwand benötigen. Für den reinen Anschluss sollten Sie dabei etwa 2 Monteur-Stunden einkalkulieren (ca. 100 Euro netto).

Berechnung des Stromverbrauchs und Stromkosten
Da der Stromverbrauch von sehr vielen Faktoren abhängt (Größe des Pools, Außen-Temperaturen, Betriebsdauer, Pool-Abdeckungen etc.), kann man diesen nicht pauschal angeben.
Wir wollen Ihnen anhand einer Beispiel-Rechnung trotzdem einen ungefähren Eindruck vermitteln.

Beispiel: Beheizt man einen Pool mit 50 m3 über 5 Monate von Mai bis September, so müssen für etwa 150 Betriebstage pro Tag (entsprechend oben angeführten Beispiels) etwa 58 kWh Wärmeenergie pro Tag zugeführt werden. Geht man von einer Arbeitszahl von 4 aus, so ergibt sich aus der Division der Gesamtwärmemenge der letztliche Stromverbrauch der Pool-Wärmepumpe:
(150 Tage x 58 kWh/Tag) / 4 = 2.175 kWh
Geht man nun von einem Kilowattstunden-Preis von etwa 25 Cent pro Kilowattstunde aus, so resultieren Stromkosten für die gesamte Nutzungsdauer der Pool-Wärmepumpe während dieser 5 Monate von 543,75 Euro.

Wie Sie die laufen Kosten senken können
Es gibt einige effektive Möglichkeiten, die Betriebskosten einer Wärmepumpe zu senken. Einige davon sind teuer, wie die bereits erwähnten Pool-Überdachungen. Die haben ja aber auch zahlreiche zusätzliche Vorzüge.

Es gibt aber auch sehr günstige Methoden, die Wärmepumpe zu entlasten und damit viel Strom und Geld zu sparen. So hilft eine Solar-Folie tagsüber bei der Wärmegewinnung: Da die meiste Wärme über die Wasseroberfläche verloren geht, verliert Sie einen Teil der Energie sofort wieder, die Sie gerade über die Wärmepumpe an das Poolwasser übertragen haben. Die Solar-Folie verhindert einen großen Teil dieses Energie-Verlustes, der gerade nachts besonders groß ist.
Zudem speichert sie nicht nur die Wärme im Pool, einige Modelle tragen sogar aktiv zur Wärmegewinnung bei.
So muss die Wärmepumpe deutlich weniger heizen und es wird weniger Strom verbraucht.

Auch Photovoltaik-Anlagen werden im privaten Bereich immer beliebter, um eine kostengünstige Stromversorgung zu erreichen. Wer über eine solche Anlage verfügt, kann eine Wärmepumpe meist zum Null-Tarif nutzen.

Vor- und Nachteile der Wärmepumpe im Überblick

Vorteile:

  • Einfache Bedienung
  • Heizleistung schon ab -5°C
  • Angenehm warmes Wasser auch ohne Sonnenschein
  • Einfache Installation
  • Verbraucht nur Strom, wenn die eingestellte Temperatur unterschritten wird


Nachteil:

  • Benötigt im Gegensatz zur Solarheizung Strom


Unsere Modelle Mida Quick 10, Mida Shine 10 und Mida Heat haben wir in einer praktischen Übersicht miteinander verglichen.  Jede hier aufgeführte Wärmepumpe hat noch weiteres Zubehör oder Zusatzleistungen. Vergleichen Sie selbst:

VERGLEICHSTABELLE 

michael_autor

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